Sa, 4. Juli 2026 - 07:48

Werner Schlegel: "Für mich sind die Leute wichtiger als die Arena"

Der aktuelle Schwinger der Woche, Werner Schlegel, spricht im Interview über den Sieg am Nordostschweizer Schwingfest, das anstehende Berner Kantonale und wo er noch trotz sechs Festsiegen noch Verbesserungspotential sieht.

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 Für mich sind die Leute wichtiger als die Arena.

Werner Schlegel (rechts) gewann im NOS-Schlussgang gegen seinen Kollegen Damian Ott.

Fotograf: Lorenz Reifler

Präsentiert von Bschüssig

Herzlichen Glückwunsch zum Sieg am Nordostschweizer. Wie haben Sie das Schwingfest in Güttingen erlebt?
Werner Schlegel: Danke vielmals! Es war sehr warm, das Wetter war gut, es waren viele Leute da und die Atmosphäre war super. Kurz: Es hat Spass gemacht.

Im ersten Gang verloren sie gegen Adrian Odermatt. Wie war ihre Stimmungslage vor dem zweiten Gang?
Schlegel: Für mich war das nicht besonders schlimm. Ich wusste, dass noch sehr viel drinliegt, wenn ich die weiteren Gänge mit der Maximalnote gewinne.

Im Schlussgang hätte ihrem Kollegen Damian Ott ein Gestellter gereicht. Wie haben Sie sich auf diesen Gang gegen einen Gegner eingestellt, der Sie bestens kennt?
Schlegel: Es war die gleiche Ausgangslage wie bereits am St. Galler Kantonalen. Damian hatte in Güttingen einen super Tag, ich wusste, dass es eine sehr herausfordernde Aufgabe werden würde. Mein Plan war es, von Beginn an Gas zu geben und auf meinen Instinkt zu hören. Das hat sich zum Glück ausgezahlt.

Sie haben in dieser Saison sechs von sieben Schwingfesten gewonnen. Wie erklären Sie sich Ihre momentane Stärke?
Schlegel: Da ich sehr viel ins Training und alles drumherum investiere, bin ich nicht komplett überrascht. Aber ich freue mich sehr, dass sich die Mühe auszahlt.

Sehen Sie da überhaupt noch Verbesserungspotenzial?
Schlegel: Natürlich! Als Sportler gibt es immer Sachen, die man noch verbessern kann. Auch ich bin noch nicht am Ende der Fahnenstange. Im Bereich Schnellkraft ist bei mir noch Luft nach oben, aber auch technisch kann man immer noch Neues lernen.

Nach dem Stoos und dem NOS steht nun mit dem Berner die nächste grosse Belastungsprobe an. Was erwarten Sie bei Ihrer ersten Teilnahme am Berner?
Schlegel: Ich sehe das Berner Kantonale als Härtetest. Ich freue mich auf diese Herausforderung und habe mir zum Ziel gesetzt, einen der vorderen Plätze zu erreichen. Es gibt mehrere Berner, die bislang eine starke Saison zeigten. Dazu gehören beispielsweise Adrian Walther, Michael Moser oder auch Fabian Staudenmann.

Schwingen und Fussballstadion, passt das für Sie zusammen?
Schlegel: Darüber habe ich mir wenig Gedanken gemacht. Für mich sind die Leute wichtiger als die Arena. Im Wankdorf wird das Schwingervolk vertreten sein und für die passende Atmosphäre sorgen. Ich freue mich aber auch auf die Infrastruktur mit Garderoben und Duschen – das ist sicher ein Pluspunkt.


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